Ansichts-Sache

1 Jahr - 12 Monate - 365 Tage - 1095 Postkarten

Gemeinschaftsprojekt mit Marlies Achermann-Gisinger und Eri Kassnel

Bei einem Abendessen im August entschlossen wir uns zu einem gemeinsamen Kunst-Projekt für das kommende Jahr. Daraus entstand eine Idee, den Fundus an Postkarten, der sich so im Laufe der Zeit angesammelt hatte, einer neuen Bestimmung zuzuführen. Jede sollte eine Postkarte pro Woche gestalten, freie Wahl der Technik und freie Wahl des Themas - so die Vorgabe.

Schon nach kurzer Zeit entwickelte sich das Postkartenprojekt zu einem Selbstläufer mit Suchtpotential, sodass das Jahres-Soll bereits nach drei Monaten erreicht und sogar überschritten wurde. Kurzerhand wurde aus unserem 53 Wochen Projekt ein 365 Tage-Projekt.

Wie geht das kleine Format? Und in dieser Menge? Spannend ist die Veränderung und Verfremdung von 365 Postkarten, die der Ursprungskarte eine völlig neue Aussage geben. Ausgehend von Grußkarten, Einladungs- oder Werbekarten finde ich in den vorhandenen Formen, Farben, Schriftzüge oder Abbildungen die Inspirationsquellen.

Die Ausdrucksformen variieren wie der Jahresverlauf, ich arbeite mit Mischtechniken; so finden sich Collagen, Drucktechniken, Zeichnungen - auch mit Nadel und Faden - und Schrift in Textauszügen aus Gedichten oder Schlagwörtern.

Wenn sich drei Künstlerinnen für ein gemeinsames Projekt zusammenschließen, kann das die Beschäftigung mit dem Weiblichen hervorrufen. Zudem verarbeite ich „Tageswahrheiten“ - persönlich Erlebtes, Gehörtes, Gelesenes, Gefühltes und Erinnertes. Auch Nebensächlichkeiten finden sich wieder.

Wie das kleine Format geht? Genau das ist die Herausforderung, der ich mich jeden Tag stelle.

 

lebensluftig 2014

Aktion verursacht Reaktion... dies ist das Prinzip des Leporello-Austauschprojektes im Verlaufe des Jahres 2014.

Im Dialog mit 20 Partnern und –innen entstanden insgesamt 60 Papierfaltarbeiten, die geprägt von  individuellen Ausdrucksweisen sind. Die Techniken sind so vielfältig wie die Teilnehmer, sie reichen von der Zeichnung und Schriftelementen,  über die Malerei, Collage, Linolschnitt, Radierung... so kamen auch Wachs, ja sogar Farbe aus der Spraydose und dem Schminktopf zum Einsatz.

Sehr dankbar bin ich allen, die sich auf dieses spannende Frage-Antwort-Spiel eingelassen haben:

Marlies Achermann-Gisinger. Beate und Jonas Beck. Manfred Bodenhöfer. Michael Drechsler. Steffen Fischer. Martina Kuhn. Eri Kassnel. Gerlinde Kast. Hildegard Lux. Bettina Pfeiffer. Manu Pollich. Gaby Richter. Dr Michael Schäfer. Renata Schepmann. Tom Schlang. Volker Straub. Sushilla und Felix  Thamm.  Carmen Ulrich.  Frida von Rennich.   Helmut Anton Zirkelbach.

"Ein Dialog besteht darin, dass Menschenmiteinander sprechen, aber sie sprechen nicht nur miteinander, sondern schweigen auch gleichsam miteinander, sprechen gegeneinander oder sprechen aneinander vorbei". Johannes R. Becher